Barrierefreiheit als Wettbewerbsvorteil:

Warum Inklusion Umsatz bringt

Ein Design, das niemanden ausschließt, ist kein sozialer Bonus – es ist wirtschaftlich sinnvoll. Barrierefreiheit im digitalen Raum wird oft als Zusatzaufwand gesehen. In Wahrheit ist sie sogar ein mächtiger Wettbewerbsvorteil. Wer digitale Angebote für alle Menschen zugänglich gestaltet, erweitert seine Zielgruppe, stärkt die Kundenbindung und steigert seinen Umsatz.

 

Barrierefreiheit betrifft mehr Menschen, als Sie denken

Laut Statistischem Bundesamt leben in Deutschland rund 10 Millionen Menschen mit einer anerkannten Behinderung – das sind über 12 % der Bevölkerung. Hinzu kommen Millionen mit temporären Einschränkungen (z. B. durch Alter, Krankheit oder Unfälle). Weltweit sind es laut WHO über 1 Milliarde Menschen.

Wer diese Gruppen mit barrierefreien digitalen Angeboten erreicht, erschließt ein enormes Potenzial – sowohl im E-Commerce als auch im B2B. Barrierefreiheit ist kein Nischenthema, sondern ein Massenmarkt mit vielfach unterschätzter Kaufkraft.

 

Was bedeutet digitale Barrierefreiheit konkret?

Barrierefreie Websites und digitale Angebote orientieren sich an den WCAG-Richtlinien (Web Content Accessibility Guidelines). Ziel ist es, Informationen so aufzubereiten, dass sie für alle Nutzer zugänglich und verständlich sind – unabhängig von körperlichen oder kognitiven Einschränkungen.

Das betrifft unter anderem:

  • eine klare Navigationsstruktur und gut lesbare Schriftgrößen
  • hohe Farbkontraste für Sehbehinderte
  • Alternativtexte für Bilder (wichtig für Screenreader)
  • bedienbare Formulare und verständliche Sprache
  • Kompatibilität mit assistiven Technologien wie Screenreadern oder Braillezeilen

 

Warum Barrierefreiheit Umsatz bringt

Eine barrierefreie Website ist nicht nur nutzbarer – sie ist auch erfolgreicher. Laut einer Analyse der Click-Away Pound Study aus Großbritannien brechen 69 % der Menschen mit Behinderung einen Online-Kauf ab, weil die Website nicht zugänglich war. Der daraus resultierende Umsatzverlust: mehrere Milliarden Euro jährlich.

Wer hier ansetzt, kann sich nicht nur positiv abheben, sondern direkt den Umsatz steigern. Zusätzlich verbessert Barrierefreiheit die allgemeine Usability – und davon profitiert jede Nutzergruppe.

 

SEO-Boost inklusive

Suchmaschinen wie Google bewerten barrierefreie Websites häufig besser. Denn viele Maßnahmen – wie saubere HTML-Struktur, aussagekräftige Überschriften und Alt-Texte – verbessern auch die Indexierbarkeit. Barrierefreiheit und SEO gehen also Hand in Hand.

Zudem sinkt die Absprungrate, wenn Nutzer mit verschiedenen Bedürfnissen Inhalte leichter finden und verstehen können – ein weiterer Pluspunkt für Ihre Sichtbarkeit und Conversion-Rate.

 

Stärkung der Marke durch gelebte Inklusion

Barrierefreiheit ist ein starkes Zeichen – für Werte, Haltung und Verantwortung. Unternehmen, die inklusiv handeln, werden als modern, empathisch und gesellschaftlich relevant wahrgenommen. Das verbessert das Markenimage, fördert die Kundenbindung und steigert die Loyalität – besonders bei jüngeren Zielgruppen, die stark auf soziale Werte achten.

Zudem stärken Sie Ihre Arbeitgebermarke. Eine inklusive Unternehmenskultur zieht Fachkräfte an, die sich mit Ihren Werten identifizieren – und hebt Sie im Wettbewerb um Talente positiv hervor.

 

Wie Sie Barrierefreiheit praktisch umsetzen können

Viele Unternehmen scheuen sich vor dem Thema, weil sie technische Hürden befürchten. Dabei lassen sich bereits mit kleinen Schritten große Wirkungen erzielen:

  • Führen Sie einen Accessibility-Check Ihrer Website durch (z. B. mit WAVE oder Google Lighthouse)
  • Erstellen Sie Alt-Texte für alle relevanten Bilder
  • Strukturieren Sie Inhalte logisch mit Überschriften und Listen
  • Vermeiden Sie Fachjargon und setzen Sie auf klare, einfache Sprache
  • Prüfen Sie die Bedienbarkeit mit Tastatur (Tab-Navigation)

Wichtig: Barrierefreiheit ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess – mit klaren Standards und regelmäßigem Testing.

Als erfahrene Agentur hat Trendmarke bereits zahlreiche Unternehmen bei der Umsetzung barrierefreier Websites unterstützt – mit Fokus auf UX, Performance und rechtssichere Umsetzung. Dabei stehen immer die Nutzer im Mittelpunkt – ganz gleich, welche Fähigkeiten sie mitbringen.

 

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie schnell kann eine Website barrierefrei gemacht werden?

Antwort: Das hängt vom Ist-Zustand ab. Kleinere Optimierungen sind oft kurzfristig umsetzbar, für umfassende Barrierefreiheit ist eine strategische Planung sinnvoll.

Gibt es gesetzliche Anforderungen zur Barrierefreiheit?

Antwort: Ja, für öffentliche Stellen gilt bereits die BITV. Ab 2025 müssen laut Barrierefreiheitsstärkungsgesetz auch viele private Anbieter barrierefreie digitale Angebote bereitstellen.

Ist Barrierefreiheit nur für Menschen mit Behinderung relevant?

Antwort: Nein. Barrierefreiheit verbessert die Nutzung für alle – auch für ältere Menschen, mobile Nutzer oder Personen mit temporären Einschränkungen.

 

Fazit

Barrierefreiheit ist kein Zusatz, sondern ein echter Mehrwert – für Ihre Kunden, Ihr Unternehmen und Ihre Marke. Sie schafft Zugang statt Hürden, öffnet neue Märkte und zeigt Haltung. Wer heute auf digitale Inklusion setzt, wird morgen nicht nur gesetzlich auf der sicheren Seite stehen, sondern auch wirtschaftlich profitieren. Es lohnt sich also – für alle Beteiligten.

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Jonathan Teske

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