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Mangelnde Usability auf mobilen Geräten – Google macht ernst

Google achtet zunehmend darauf, ob Webseiten auch für mobile Endgeräte geeignet sind. Die Webmaster geraten unter Druck, „mobile-friendly“ Seiten zu erstellen. Dazu informiert Google via Webmaster Tools die Webmaster, wie schlecht die Usability ihrer Webseiten wirklich ist – inklusive einer Warnung vor entsprechenden Rankings. „Das kann nur bedeuten, dass Google seinen Ranking-Algorithmus nunmehr auch gezielt in Bezug auf mobile Suchergebnisse ändern wird“, so der US-Blog Search Engine Land.

Einfluss der mobilen Usability auf das Ranking

Unter dem Betreff „Fix mobile usability issues found on

Die Bedeutung der Optimierung von mobilen Webseiten für das Ranking

Schon länger deutete sich an, dass für ein gutes Ranking in der mobilen Suche die Optimierung der Webseiten nach den Faktoren der mobilen Suche bedeutsam wird. Das zeigen die massenhaften Nachrichten deutlich. Sie setzen konsequent die neue Strategie von Google & Co. fort. Google ergänzte zu diesem Zweck die Webmaster Tools um ein Programm, welches für einen Test der eigenen Webseite genutzt werden kann. Außerdem gibt es entsprechende Reports sowie ein Label, welches in den Suchmaschinen darauf hindeutet. Dies lässt Experten darauf spekulieren, dass Google einen neuen Algorithmus entwickeln wird.

Der US-amerikanische Profi Barry Schwartz sagte dies bereits in einem Artikel voraus. Er schrieb bei t3n zum Thema „Die größten Online-Marketing-Trends 2015“, dass alle von den Änderungen in der mobilen Suche überrascht würden. Dieser Auffassung ist auch der deutsche Profi für Suchmaschinenoptimierung, Marcus Tandler.

Was bedeuten „mobile Usability“ und „mobile-friendly“?

Die Webseiten müssen zunehmend auf interessante Inhalte achten, die auch auf mobilen Endgeräten wie Handys oder Tablets gelesen werden können. Das bedeutet, dass die Informationen komprimiert sein müssen. Es gibt inzwischen „responsive“ Designs, die sich automatisch in der Größe den wesentlich kleineren Handy- oder Tablet-Bildschirmen anpassen. Doch nicht nur die einfache Bedienung und die Komplexität der Inhalte sowie eine passende Darstellung werden bei der Beurteilung der „mobile usability“ der Webseiten eine große Rolle spielen.

Da die Besucher schnelle Informationen haben wollen, z. B. wenn sie unterwegs etwas suchen, müssen die Ladezeiten der Seiten minimiert werden. Denn wenn eine Seite länger als vielleicht fünf oder zehn Millisekunden benötigt, um sich aufzubauen, sind die Besucher schon wieder weg. Die Optimierung der Ladezeiten soll bei Google ebenfalls eine Rolle spielen.

Ein weiteres Kriterium ist die Berücksichtigung der mobilen Suche. Es wurde ermittelt, dass Besucher, die von mobilen Endgeräten aus suchen, ganz anders fragen als Besucher am heimischen PC. Teilweise werden vollständige Fragen formuliert; eine große Rolle spielt aber auch die Sprachsteuerung der Suche. Deshalb müssen Webmaster bei den Inhalten ihrer Seiten darauf achten, welche Fragen Besucher stellen könnten und idealerweise die Antworten dafür bereitstellen. Das Thema Sprachsteuerung bei der Suche wird für die Suchmaschinenoptimierer noch einmal eine ganz andere Herausforderung darstellen.