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Die Qual der (CMS) Wahl: Wordpress vs. Typo3

Das richtige CMS wählen: Wordpress vs. Typo3

Oftmals wird uns die Frage gestellt, welches Content-Management-System (CMS) für ein Projekt das Richtige wäre. Nach einer Vorselektion stehen die Meisten hier vor einer Wahl zwischen den beiden marktführenden Systemen: Wordpress und Typo3. Aus diesem Grund vergleicht dieser Artikel kurz diese beiden Systeme und zeigt Vor-und Nachteile auf, um bei einer Entscheidungsfindung zu unterstützen.

1) Ursprung der beiden Systeme

Bei Wordpress handelt es sich um ein Open-Source Blog-System, dass erstmals im Jahr 2003 veröffentlicht wurde. Seitdem hat sich das System weiterentwickelt und ist heute die wohl verbreitete Plattform für Web-Blogs und wird aufgrund seiner Flexibilität gerne auch für andere Anwendungsfälle, wie etwa für einfache Unternehmens-Webseite genutzt. Typo3 demgegenüber wurde von Grund auf als Open-Source CMS konzipiert. Die erste Version wurde von Kasper Skårhøj im Jahr 2012 veröffentlicht. Seitdem ist das System stark gewachsen und wird von einer breiten Community weiterentwickelt. Aufgrund der Flexibilität und des stabilen Quellcodes findet man Typo3 oft bei größeren Unternehmenswebseiten.

2) Implementierung und Programmierung:

Beide Systeme basieren auf der Skript-Sprache PHP und verwenden üblicherweise eine SQL-Datenbank im Hintergrund. Wordpress ist von der Quellcode-Struktur etwas einfach gehalten und lässt sich auch ohne tiefere Fachkenntnisse erweitern. Zudem gibt es für Wordpress unzählige Vorlagen und Module, die allerdings auch unterschiedle Qualitätsstandards aufweisen. Typo3 ist etwas komplexer Strukturiert. Kommt aber mit einem eigenen Framework und einer Template-Engine, was das System sehr mächtig macht. Zudem kann Typo3 mit dem richtigen Knowhow beliebig erweitert werden.

3) Plug-Ins und Erweiterungen:

Für beide CMS-Systeme existieren zahlreiche kostenlose und kostenpflichte Erweiterungen. Wordpress weißt hier definitiv eine größere Anzahl auf, was aber insbesondere darin liegt, dass hier auch sehr viele veraltete und qualitativ-minderwertige Erweiterungen existieren. Beide Systeme haben einige Kern-Erweiterungen, wie Yoast SEO bei Wordpress oder RealUrl bei Typo3, die man bei fast jeder Installation findet. Von der Qualität der Programmierung sind die Typo3-Module bei einer korrekten Programmierung meist höherwertiger, da Typo3 Konventionen vorgibt und die Module ins eigene Framework einbindet. 

4) Bedienung

Die Bedienung für den Endnutzer ist für viele Kunden entscheidend, da es essentiell ist, dass die Webseite später schnell und einfach von Nicht-Experten verwaltet werden kann. Hier liegt es weniger am System als an der richtigen Konfiguration.  Sowohl Typo3 als auch Wordpress können sehr nutzerfreundlich, aber auch sehr nutzerunfreundlich, aufgebaut werden. Typo3 bietet hier noch etwas mehr Möglichkeiten Nutzerrechte und Rollen zu verwalten und auch größere Webseiten mit umfangreicheren Workflows (bspw. Freigabezyklen bei einer Redaktion) abzubilden.

5) Sicherheit:

Ein sehr wichtiger, aber leider oft vernachlässigter, Faktor ist die Sicherheit. Hier ist es ähnlich wie bei der Bedienung – nicht das System, sondern die korrekte Konfiguration macht den Unterschied. Beide Systeme sind aufgrund ihrer Popularität beliebte Ziele von Hackern. Beide Systeme bieten aber auch entsprechende Möglichkeiten vor zu sorgen. Wordpress ist unserer Erfahrung nach etwas gefährdeter, da es zum einen aufgrund der weltweiten Verbreitung ein sehr beliebtes Ziel ist und zum anderen oft schlecht-programmierte Plugins gravierende Sicherheitslücken öffnen. Typo3 scheint von Haus aus sicherer konzipiert zu sein – aber auch hier gilt: Regelmäßiges Updaten und die Befolgung einfacher Sicherheitsrichtlinien, wie etwa sichere Passwörter, sind die halbe Miete.

6) Zukunftsfähigkeit und Updates

Hier kann mit gutem Gewissen gesagt werden, dass die Weiterentwicklung beider Systeme für die nächsten Jahre gewährleistet ist. Wordpress befindet sich aktuell in der Version 4.9, wobei für das Jahr 2018 ein Major-Upgrade auf die Version 5.0 ansteht. Typo3 hat hier eine etwas professionellere Release-Strategie, in der parallel mehrere Long-Term-Support-Versionen zur Verfügung gestellt werden, was die Migration vereinfacht. Auch bei Typo3 ist für den Herbst 2018 ein Sprung auf die neue LTS-Version 9 geplant.  Neben dem Hauptsystem sollten aber zudem die verwendeten Plug-Ins regelmäßig aktualisiert werden, da hier auch oft die größeren Gefahren lauern. 

Fazit:

Es hat sich gezeigt, dass beide System gute Kandidaten zur Umsetzung einer Webseite oder eines umfangreicheren Web-Auftritts sind. Wordpress ist ursprünglich eine Blog-Software, was man auch in der Bedienung und in der Programmierung bemerkt. Dementsprechend „missbrauchen“ viele Plug-Ins die vorhanden Strukturen, um etwa zusätzliche Funktionalitäten wie Galerien oder Online-Shopping zu ergänzen. Typo3 bietet hier die elegantere Lösung durch eine sehr einfach und flexibel erweiterbare Struktur. 

Grundsätzlich lässt sich festhalten, fast alle Anwendungsfälle sind zwar mit beiden System umsetzbar. Wordpress bietet sich aber eher für kleinere Web-Auftritte und Blogs an. Hier gibt es auch den Vorteil, dass man auf zahlreiche fertige Vorlagen zurückgreifen kann und sehr schnell eine optisch ansprechende Webseite hat. Soll es etwas individueller werden oder benötigt man etwas mehr Funktionalität, wie bspw. Mehrsprachigkeit, empfiehlt sich eher eine Umsetzung mit Typo3.

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Daniel Wanner

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